Samstag, 31. Januar 2009

Die Grünen am Scheideweg

Der Umgang mit der Eu-Kandidatur von Johannes Voggenhuber ist wahrlich kein Glanzstück grüner Funktionärspolitik. Mag seine Nichtwahl am Bundeskongress noch verständlich sein (Voggenhuber hatte hoch gepokert, will nur auf Platz 1, und verloren). Danach wurde er von Eva Glawischnig zur Solidarität aufgefordert und beantwortete dies, einer Schrecksekunde, mit der Idee einer Solidaritätskandidatur auf einem der hinteren Plätze. Nun schrillten offenbar bei einigen Funktionären die Alarmglocken. Obwohl Voggenhuber am Bundeskongress grundsätzlich das Vertrauen ausgesprochen worden war, wollte ihn die Mehrheit der Delegierten zum erweiterten Bundesvorstand nicht auf einen der hinteren Plätze der Liste reihen. Aus Angst vor einem Vorzugsstimmenerfolg? Da wird also, aus persönlicher Befindlichkeit mancher Grünfunktionäre ein Stimmenschwund bei der kommenden EU-Wahl in Kauf genommen, nur, um zu verhindern, dass Voggenhuber wieder ins EU-Parlament kommt. Wenn dies gewollt worden wäre, hätte er beim Bundeskongress kein Vertrauen mehr bekommen dürfen. Alles andere ist Heuchelei und höhere Funktionärsborniertheit. Mti dieser Einstellung fliegt die Partei (verdientermaßen) wieder aus den Parlamenten.Ob dann die, die dafür verantwortlich sind, die Verantwortung übernehmen werden?

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