Grüne

Dürfen in Grüne in diesem Land nichts werden? Und wer bestimmt das? Und wer ist überhaupt ein Grüner? Ich war 14 Monate lang Landessprecher der Tiroler Grünen (von Oktober 2002- November 2003). Dann habe ich das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt und mich für eine Funktion im Betriebsrat der Universität Innsbruck entschieden. Meine Versuche, ein einen mandatsfähigen Listenplatz bei den Grünen zu erhalten, sind drei Mal gescheitert. Weder konnte den von mir angestrebten 4. Platz auf der Landesliste erreichen, noch einen der beiden ersten Listenplätze bei den letzten Nationalratswahlen. Auch meine Kandidatur um das Amt eines Bundesrates blieb erfolglos. Trotzdem, Grün bleibt Grün. Einmal Grüner, immer Grüner. Egal, welche Qualifikationen jemand mitbringt, wenn sie/er nicht das richtige Parteibuch hat, darf sie/er nichts werden. Anders geht's dem ehemaligen Pressesprecher von Bundesministerin Geher. Der darf Leiter der Volkshochschule Innsbruck werden und verwehrt sich dagegen, darin einen Zusammenhang mit seiner früheren politischen Tätigkeit zu sehen.
Grün ist in diesem Land offenbar ein Schimpfwort. Vor 20 Jahren war dies der Marxismus. Damals wurde ich als Marxist verunglimpft. Weil ich ein Otto Bauer Zitat als Motto in meine Diplomarbeit aufgenommen hatte. Dabei war ich nie Mitglied der KPÖ oder der GRM.
Und was haben die Roten und die Schwarzen in den letzten Jahren für die Universitäten getan?
Anton Kurt - Fr, 5. Okt, 07:41

Mensch ist überall gleich ...

...und insofern regieren interne Klüngel. Klüngeltypen, die 95% ihrer Energie ins Dabeisein investieren, mit 80 oder 100 Stunden die Woche, damit berauscht und verheiratet sind, gegen Partner und Kinder, und daneben hoffentlich andere konstruktiv arbeiten lassen. Okay, es gibt Ausnahmen, die qualifiziert sind, auch vorne stehen, und auch arbeiten. Aber alle Parteien funktionieren wie alle Gemeinschaften ziemlich analog. Demokratie leidet an unklaren unkonstruktiven Mehrheiten, was selten zu ändern ist, aber für die Sache wichtig und notwendig ist. Und so beginnt die Unruhe und Suche nach findbaren Feinden und Sündenböcken. Sind diese einmal gefunden, tritt eine gewisse mehrheitlich spürbare innere Beruhigung ein, verbunden mit Dankbarkeit, ich bin es nicht, ich bin dabei. Damit verbunden eine Indentifikation mit dem Aggressor, ein innerer Abwehrmechanismus nach Anna Freud, was jeder Sachlichkeit die Energie entzieht. Nun, das eigentlich Thema, die Sache, um die es ging, die ist einem so zwischen den Händen zerronnen, und die Schritte nach vorne wären eigentlich Schritte zurück. Zurück übersteigt aber jedes Denken. Also wurstelt und leiert das Werkl weiter, und wenn sie nicht gestorben sind, dann ...

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