Zeit
Zeit vergeht, sagen wir so leichtfertig und machen uns keine Gedanken, was wir damit meinen. In der wünscherschönen und lesenswerten (Nicht-)Biographie von Ernst von Glasersfeld, einem, wie er selber sagt "Mosaik von Erinnerungen", lese ich dazu:
Wenn eine Folge von unterschiedlichen Wahrnehmungen aus ein und derselben Quelle durch das Aufmerksamkeitsmuster einer undifferenzierten Einheit verbunden wird, so entsteht der Begriff der Zeit; wenn, im Gegensatz dazu, eine Folge von gleichen Wahrnehmungen aus unterschiedlichen Quellen durch das Aufmerksamkeitsmuster einer Reihe von Einheiten verbunden wird, so entsteht der Begriff des Raumes. (EvG, Unverbindliche Erinnerungen, Wien-Bozen 2008, S. 232)
Von Glasersfelds Schlussfolgerung daraus ist so simpel wie einleuchtend: Die Zeit bewegt sich nicht, es sind unsere Empfindungen und Erlebnisse, die aufeinander folgen und darum notgedrungen vergehen. (Ebd.)
Was das für Auswirkungen auf die Vorstellung einer Geschichtswissenschaft hat, hätte ich ihn bei seiner Ehrendoktoratsverleihung fragen sollen. Vielleicht werde ich es noch schriftlich tun.
Wenn eine Folge von unterschiedlichen Wahrnehmungen aus ein und derselben Quelle durch das Aufmerksamkeitsmuster einer undifferenzierten Einheit verbunden wird, so entsteht der Begriff der Zeit; wenn, im Gegensatz dazu, eine Folge von gleichen Wahrnehmungen aus unterschiedlichen Quellen durch das Aufmerksamkeitsmuster einer Reihe von Einheiten verbunden wird, so entsteht der Begriff des Raumes. (EvG, Unverbindliche Erinnerungen, Wien-Bozen 2008, S. 232)
Von Glasersfelds Schlussfolgerung daraus ist so simpel wie einleuchtend: Die Zeit bewegt sich nicht, es sind unsere Empfindungen und Erlebnisse, die aufeinander folgen und darum notgedrungen vergehen. (Ebd.)
Was das für Auswirkungen auf die Vorstellung einer Geschichtswissenschaft hat, hätte ich ihn bei seiner Ehrendoktoratsverleihung fragen sollen. Vielleicht werde ich es noch schriftlich tun.
wome - So, 11. Mai, 20:52







