Die Grünen wollen's wissen

Die Tiroler Grünen wollen wissen, warum sie in den letzten Wahlen Stimmen verloren haben. Dazu laden sie in den nächsten Wochen Menschen, die ihnen nahestehen, aber auch kritische Geister und solche, die ihnen nun nicht mehr nahestehen, zu Gesprächen ein. Einmal so richtig Dampf ablassen, scheint die Devise zu sein. Nur, wer soll dahingehen? Wer nicht mehr grün wählt, wird sich bei solch einer Veranstaltung sicher nicht mehr über die Grünen blau ärgern wollen und diejenigen, denen es wurscht ist, werden sich wohl daran auch nicht beteiligen. Bleiben noch diejenigen, die - immer noch - grün wählen. Ob die sich allerdings mit Leute, die nicht mehr grün wählen, unterhalten wollen, bleibt dahingestellt. Ich jedenfalls habe die letzten Male (noch) grün gewählt, obwohl das grüne Angebot (einmal abgesehen von VdB, der in einer anderen Liga spielt) mehr als mau war, obwohl die Grünen kaum mehr auf Themen setzen, die mir wichtig sind (Umwelt, Bildung, Pflege etc.) oder diese Themen derart mau betonen, dass sie kaum wahrnehmbar sind und wahrgenommen werden. Letztendlich habe ich also noch grün gewählt, weil nicht zur Wahl zu gehen, für mich auch keine Alternative ist, und weil ich immer noch keine wirkliche Alternative zu Grün sehe. Das ist aber für eine Partei für die Zukunft zu wenig.

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