Grüne auf der Suche nach dem warum

Überall scheinen Österreichs Grüne dezeit auf der Suche nach dem Warum des Absturzes in der Wähler/innengunst zu sein. Franz Klug liefert im Standard zwar eine stimmige eine Analyse der Grünen Befindlichkeit, ohne überzeugend einen Ausweg aufeigen. Peter Pilz ruft per Potcast zu Stellungnahmen aus der Basis auf. Die Antworten sind nicht neu und wurden so oder ähnlich bereits seit Jahren intern vorgebracht. Nur, warum wurden sie bisher nicht erhört? Was da aber an Kritik, Wünschen und Vorschlägen kommt, gleicht einer Quatratur des Kreises. Die Grünen sind zu wenig angriffig, sollen Personalwechsel vollziehen, sich um die Landwirtschaft und was sonst noch alles kümmern. Und auf die Finanzkrise eine Antwort geben und auf das Wahlkämpfen nicht vergessen. So und ähnlich lauten die gutgemeinten Ratschläge. Nur, gutgemeint ist nicht gut. Statt dessen wäre eine Besinnung auf einige wenige (entscheidende) Themen besser. Der grüne Bauchladen, von jeder/m Abgeordneten so liebevoll gepflegt, aber meist ohne Verbindlichkeit und Vehemenz vorgetragen, steht einer effizienten Wahrnehmung der Partei entgegen. Vor lauter Einmischung und Besserwisserei wissen die Wähler/innen offenbar nicht mehr, wofür die Grünen stehen. Schade und geradezu peinlich. Peinlich auch, dass es für fast jedes der vorgeschlagenen Themen eine/n Bereichssprecher/in gibt. Diese werden offenbar nicht wahrgenommen bzw. kommen mit ihren Argumenten nicht durch. Zeit für einen Wechsel?

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