Am Scheideweg
Der Studierendenprotest scheint sich am Scheideweg zu befinden. Während in Deutschland die Besetzungen unerwartet rasch und rigide beendet wurden, scheinen in Österreich immer mehr Trittbrettfahrer den Studierenden ihre (zum Teil rein eigennützigen) Forderungen umzuhängen und diese somit völlig verwaschen zu werden und keinen Adressaten mehr zu haben, ist es immer noch unklar, ob die BesetzerInnen sich Verhandlungen stellen wollen. Dafür bräuchten sie aber ein Verhandlungsmandat (denn dieses hat derzeit nur die gewählte ÖH-Exekutive). Zuvor müsste aber klar sein, ob und was zu verhandeln ist. Dazu ist dann aber auch Kompromißbereitschaft notwendig. Statt dessen beschäfigen sich die Gruppen mit immer mehr und immer neuen Forderungen, sozialen Utopien und Gesellschaftsentwürfen. Alles gut und recht, aber das wir nicht zu einem Ergebnis führen. Wenn der Prozess der Weg ist, wären die BesetzerInnen gut beraten, andere Wege zu suchen.
wome - Fr, 6. Nov, 21:15
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