Warum Sudelbuch?

In den "Sudelbüchern" - auch "Schmier-" oder "Gedankenbücher" genannt - notierte Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) seine seine Gedanken, Einfälle, Überlegungen und Kurzfragmente. Dieses Sudelbuch enthält ebenfalls Tagesaktuelles. Aufgelesen in meinem Beruf, meiner akademischen Tätigkeit sowie bei der täglichen Medienlektüre.

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Bilderbuch

Dienstag, 14. August 2007

Auszeit

burt (c) 1991 Key West/Florida

Montag, 1. Januar 2007

Prosit 2007

2007 Das Neue Jahr hat begonnen. Es bringt uns nicht nur eine neue Regierung und Österreich, sondern auch eine Rektorswahl an der Uni Innsbruck. Wer's wird, ist noch offen, es ist noch nicht einmal klar, wer sich bewirbt (außer der bisherige Rektor, der dies schon medienwirksam mit seinem Team im Spätsommer 2006 getan hat). Und ja, das neue Jahr bringt auch einen neuen (alten?) ÖGB-Präsidenten.

Sonntag, 10. Dezember 2006

Winter ist's (diesmal wirklich?!)

Winter-vor-dem-Fenster Nachdem die Touristiker bereits gejammert haben, dass sie zum Schneeopening keine Bilder mit weißen Abfahrten präsentieren können, ist's nun um den 8. Dezember, traditionell der Termin der Eröffnungstour des Alpenvereins, im Westen Österreichs doch noch Weiß geworden. Zwar für die Werbefritzen zu spät, aber für das Auge angenehm. Wie lange er diesmal bleibt, der Schnee? Wir werden sehen. Geheizt haben wir übrigens bisher in dieser Saison das 6. Mal.

Freitag, 8. Dezember 2006

Sehenswert!

Bis Ende Juni 2007 wird auf Schloss Ambras bei Innsbruck eine sehenswerte Ausstellung gezeigt. Sie handelt über das "Bildnis eines behinderten Mannes", das sich bislang nahezu unbemerkt in der Kunstsammlung des Schlosses befand. BildnisVolker Schönwiese und allen anderen an der Ausstellung beteiligten Personen ist es gelungen, dazu eine sehenswerte Ausstellung zur Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jahrhundert zu gestalten. Bilcke und Gegenblicke ist das Motto der Ausstellung. Wir blicken ins Antlitz eines behinderten Mannes aus der Zeit der Renaissance. Sein Blick ist so klar, seine Mimik so stark, dass es einem fast schaudert. Zugleich blicken wir auf seinen verkrüppelten Körper. Dieser war früher mit rotem Papier abgedeckt, das das Makabere und Voyoristische dieses Blickes noch verstärkt haben dürfte. Die falsche Scham vor der Nacktheit wurde herausgefordert durch das Verlagen, diesen nackten Körper sehnen zu wollen. In der Ausstellung wird dieses Szenario nachgestellt, auch wenn uns heute vermutlich der letzte Kick dazu fehlt.
Zugleich liefert die Ausstellung aber auch Gegenblicke. Einerseits blicken wir uns beim Betrachten des Mannes selber ins Antlitz, andererseits blicken vielfältige Künstler/innenpositionen auf unsere Gesellschaft und ihren (unserer) Umgang mit "Behinderung". Studie zum Bildnis eines behinderten Mannes Dass die Künstlerinnen und Künstler selber als "behindert" gelten, wird erst durch das Lesen der Begleittexte ersichtlich. Jede Position ist ausdrucksstark und eine gelungene Intervention zum "Bildnis des behinderten Mannes", denn auf dieses gehen die Arbeiten ein. Gestaltet von Karin Flatz, Innsbruck. Die Ausstellung ist damit nicht bloß eine Ausstellung "behinderter Künstler", sondern eine Auseinandersetzung mit "Behinderung" in unserer Gesellschaft und in der Geschichte. Hingehen, ansehen! Am besten über den steilen Aufstieg durch den Park von der C-Haltestelle her. Es muss ja nicht gleich in der Nacht sein, wie mir gestern am Abend der Vernissage passiert.

Donnerstag, 2. November 2006

Borat

Was macht einen Film zum Kult, in dem jemand einen political unkorreten Reporter aus einem Land der ehemaligen UdSSR spielt? Die Tatsache, dass hinter der Fassade des rückständigen Menschen und Landes auch wie so genannte First Nation der Welt entlarvt wird? Ihre angebliche Toleranz, die nur so weit reicht, wie es ihr passt. Das kumpelhafte Gewissen, dass es einem Überhören macht, wenn jemand antisemitische Witze reißt und um Zustimmung heischt? Ich habe den Film des englischen Komikers Sacha Baron Cohen noch nicht gesehnen, aber seine darin geschaffene Figur "2nd top Reporters of Kazakhstan", Borat Sagdiyev, ist jetzt schon in aller Munde. Was fasziniert an dem Film? Seine anscheinende Unbekümmertheit, mit der er rassistische Ressentiments kolportiert und diese dabei schonunglos aufdeckt? Oder ist es doch "nur" eine gutgeschmierde Medienindustrie, die jeden Film und jede Person an den Mann, an die Frau bringt. Allein die Bildauswahl für die Presse ist genial. Kaum jemand wird das Bild des Mannes mit dem gewagten Badeanzug mehr aus dem Kopf gehen. Allein schon dafür gebührt dem Film der Oscar für Geschmacklosigkeit.

Samstag, 2. September 2006

scalini 84 stufen

scalini84stufennennt sich ein Kunstort 800 m südlich der Gemeinde Brenner/Brennero, gestaltet von Hans Winkler und Peter Kaser.
Als genius loci wurde eine ehemalige Bungeranlage aus dem 1930er Jahren gewählt.84stufenBunker
Heute fand dort die Vernissage eines weiteren Kunstprojektes (gestaltet von Thomas Schafferer und Yeti Beyrer) statt.
Thomas Schafferers 12-teilige Installation „flucht, punkt“ Heumandln besteht aus 12 "Heumandl" (Heustifler ohne Heu), die als Trägerstangen eines „Fluchtweg“-Schildes dienen. Auf den Schildern ist jeweils ein Wort geschrieben. Alle Wörter zusammen gelesen ergeben einen Text, der erst durch die Leserichtung entsteht.
Yeti hat einen Paradiesgarten geschaffen, yetigarten der idealtypisch die Sehnsüchte der Nordmenschen nach dem Süden beinhaltet ("Land, wo die Zitronen blühn").
Vier Faune sitzen in diesem Garten.YetiFigurZitrone FirgurRaucher
Der Ort ist sehenswert. Für ein Jahr werden die beiden Kunstwerke dort verbleichen und stehen unter "Beobachtung", wie Peter Kaser in seinen Eröffnungsworten betont hat. Im nächsten Jahr soll das Projekt mit einem großen Abschlussfest enden. Der Verein Lurx wird sich dann neuen Vorhaben widmen.

Samstag, 26. November 2005

Was soll ich dazu noch sagen ;-)

26112005