Auszeit
(c) 1991 Key West/Floridawome - Di, 14. Aug, 21:43
Das Neue Jahr hat begonnen. Es bringt uns nicht nur eine neue Regierung und Österreich, sondern auch eine Rektorswahl an der Uni Innsbruck. Wer's wird, ist noch offen, es ist noch nicht einmal klar, wer sich bewirbt (außer der bisherige Rektor, der dies schon medienwirksam mit seinem Team im Spätsommer 2006 getan hat). Und ja, das neue Jahr bringt auch einen neuen (alten?) ÖGB-Präsidenten.
Nachdem die Touristiker bereits gejammert haben, dass sie zum Schneeopening keine Bilder mit weißen Abfahrten präsentieren können, ist's nun um den 8. Dezember, traditionell der Termin der Eröffnungstour des Alpenvereins, im Westen Österreichs doch noch Weiß geworden. Zwar für die Werbefritzen zu spät, aber für das Auge angenehm. Wie lange er diesmal bleibt, der Schnee? Wir werden sehen. Geheizt haben wir übrigens bisher in dieser Saison das 6. Mal.
Volker Schönwiese und allen anderen an der Ausstellung beteiligten Personen ist es gelungen, dazu eine sehenswerte Ausstellung zur Bildkultur der Behinderung vom 16. bis ins 21. Jahrhundert zu gestalten. Bilcke und Gegenblicke ist das Motto der Ausstellung. Wir blicken ins Antlitz eines behinderten Mannes aus der Zeit der Renaissance. Sein Blick ist so klar, seine Mimik so stark, dass es einem fast schaudert. Zugleich blicken wir auf seinen verkrüppelten Körper. Dieser war früher mit rotem Papier abgedeckt, das das Makabere und Voyoristische dieses Blickes noch verstärkt haben dürfte. Die falsche Scham vor der Nacktheit wurde herausgefordert durch das Verlagen, diesen nackten Körper sehnen zu wollen. In der Ausstellung wird dieses Szenario nachgestellt, auch wenn uns heute vermutlich der letzte Kick dazu fehlt.
Dass die Künstlerinnen und Künstler selber als "behindert" gelten, wird erst durch das Lesen der Begleittexte ersichtlich. Jede Position ist ausdrucksstark und eine gelungene Intervention zum "Bildnis des behinderten Mannes", denn auf dieses gehen die Arbeiten ein.
Die Ausstellung ist damit nicht bloß eine Ausstellung "behinderter Künstler", sondern eine Auseinandersetzung mit "Behinderung" in unserer Gesellschaft und in der Geschichte. Hingehen, ansehen! Am besten über den steilen Aufstieg durch den Park von der C-Haltestelle her. Es muss ja nicht gleich in der Nacht sein, wie mir gestern am Abend der Vernissage passiert.
nennt sich ein Kunstort 800 m südlich der Gemeinde Brenner/Brennero, gestaltet von Hans Winkler und Peter Kaser.

besteht aus 12 "Heumandl" (Heustifler ohne Heu), die als Trägerstangen eines „Fluchtweg“-Schildes dienen. Auf den Schildern ist jeweils ein Wort geschrieben. Alle Wörter zusammen gelesen ergeben einen Text, der erst durch die Leserichtung entsteht.
der idealtypisch die Sehnsüchte der Nordmenschen nach dem Süden beinhaltet ("Land, wo die Zitronen blühn").
