Warum Sudelbuch?

In den "Sudelbüchern" - auch "Schmier-" oder "Gedankenbücher" genannt - notierte Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) seine seine Gedanken, Einfälle, Überlegungen und Kurzfragmente. Dieses Sudelbuch enthält ebenfalls Tagesaktuelles. Aufgelesen in meinem Beruf, meiner akademischen Tätigkeit sowie bei der täglichen Medienlektüre.

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Reise

Donnerstag, 8. November 2007

Venedig I

Über den Feiertag war ich in Venedig. Die Anreise erfolgte mit der Bahn. Kein leichtes Unterfangen. Für die einfache Stecke Innsbruck - Venedig war das Lösen von 4 (!) Bahnkarten notwendig. Der Schalterbeamte meinte, früher, als wir noch nicht in der EU waren, sei es leichter gewesen und nach Lemberg könne er mir eine Fahrkarte von Innsbruck aus ausstellen. Warum ist das so? Weil die Eisenbahnen immer noch Ausdruck des Nationalstaates sind. Bis an die Grenze und keinen Schritt weiter. Zudem war die Fahrt ärgerlich. Der Zug benötigt vom Brenner nach Bozen fast genau so lange, wie nach Verona. Das ist zu viel. Warum werden nur Bummelzüge geführt? Offenbar wollen die Staaten gar nicht, dass mensch mit der Bahn fährt. Dafür waren die öffentlichen Verkehrsmittel in Venedig wieder eine Sache für sich.

Sonntag, 26. August 2007

Geschafft

Die Dreitageswanderung ist vorüber. am-weg-zur-innsbrucker-huette Am ersten Tag ging es vom Parkplatz beim Gasthof Feuerstein Richtung "Innsbrucker Hütte" (eigentlich ist der Weg derzeit gesperrt und sollte nicht begangen werden, es herrscht Steinschlaggefahr aufgrund von Baggerarbeiten. Zum Glück war der Bagger aber, als wir aufgestiegen sind, nicht im Steilgelände tätig). Zweieinhalb Stunden hat der Aufstieg gedauert. innsbrucker-huette Der Abend auf der Hütte war recht interessant. Gemischtes Publikum, mehr Auswärtige, als Heimische. Um 22.00 Uhr war aber Schluss mit dem "Hüttenzauber", der sich, in Ermangelung der Sangeskünste eine heiteren Gruppe im Absingen populärer Schlager (Griechischer Wein von Udo Jürgens als Höhepunkt und Abschluss) erschöpfte.
Am nächsten Tag ging es um 8.00 Uhr nach kleinem Frühstück - Tee, 3 Scheiben Schwarzbrot, Butter, Streichkäse und Marmelade für schlappe 6 Euro - Richtung Bremerhütte. Sechs bis sieben Stunden sind für diese Wanderung angesetzt. weg-innsbrucker-richtung-bremerhuette Geschafft haben wir es in sechseinhalb Stunden (inklusive kleinerer Pausen). Der heftige Wind ließ kein längeres Verweilen an idyllischen Plätzen zu. Zum Abschluss - wir wählen den oberen Weg über den Lauterersee, der sich mit heftigen Wellen präsentierte - noch eine kleine Herausforderung: es galt einen 30 Meter hohen Kamin hinaufzuklettern. Zwar gesichtert mit Klammern und Seil, doch etwas uneinsehbar und daher nicht ungefährlich (wenn jemand von oben kommt, zu dieser Tageszeit jedoch eher unwahrscheinlich).bremer-huette Die Bremer Hütte ist bekannt für ihr besonders gutes Essen und wir haben auch mit der Tagesempfehlung Lammstelze einen guten Griff getan. Auch hier wieder das abendliche Hüttenleben; diesmal aber ohne Musik. Wir hatten eine Kammer mit Blick ins Tal und Trins kam uns in seiner nächtlichen Beleuchtung wie eine City vor.
Am nächsten Tag stand der dritte Teil der Wanderung auf dem Programm. bremer-huette-talauswaertsDiesmal bei prächtigem Wetter und absoluter Windstille. Wir wählten den wenig begangen Weg Richtung (österreichische Tribulaunhütte). Wieder war dafür eine Gehdauer von sechs bis sieben Stunden angesetzt. Auch diesmal galb es eine kleine Kraxelei. Eher am Beginn der Strecke. Wiederum gesichert mit Leiter und Seil. Da der Boden vom Vortag noch sehr nass war, eine eher rutschige Partei, aber doch leicht zu bewältigen. Auf der gesamten Strecke begegneten wir keinem Menschen. Wie kaum in einer anderen Gegend lassen sich auf dieser Strecke, etwa am Kühberg, die Folgen der letzten Eiszeit beobachten: Gletscherschliff, Hochmoore, postglaziale Seen. kuehbergDer Abstecher zur Pflerscher Scharte lohnt sich durch einen grandiosen Rundblick (Olperer und die Zillertaler zur linken, Marmolada, Langkofel, Geislerspitzen und die restliche Dolomitenwelt zur rechten Hand). Bis zur Hütte sind es dann noch gut eine Stunde über ein weites Kar in dem wir noch letzte Schneefelder entdeckten.schneerest
Auf der Tribulaunhütte haben wir dann doch nicht mehr übernachtet, sondern sind - nach einer kurzen Rast - gleich ins Tal abgestiegen. Am Abend dann die traurige Nachricht. Am Nachmittag war eine Frau einer 16-köpfigen Wandergruppe auf dem Weg von der Innsbrucker zur Bremerhütte über felsigem Gelände über 100 m abgestürzt und noch an der Unfallstelle verstorben.

Mittwoch, 22. August 2007

Innsbrucker Hütte - Bremer Hütte - Tribulauhütte

Die nächsten zwei Tage wollen wir eine längere Hüttenwanderung unternehmen. Heute geht's von Gschnitz auf die Innsbrucker Hütte (2.369 m ü.d.M.). Morgen dann zur Bremer Hütte (2.413 m ü.d.M.), eine Wanderung von 6-8 Stunden. Am Freitag soll es dann von dort zur (österreichischen) Tribulaunhütte (2.064 m ü.d.M.) weitergehen. Abermals eine Wanderung von 6-7 Stunden Dauer.

Dienstag, 24. Juli 2007

2. und 3. Etappe von Oberaudorf über Wasserburg - Mühldorf - Burghausen nach Braunau

BraunauKnapp 300 km waren es dann bis zum Ziel in Braunau. Keine Spazierfahrt, denn pro Tag zwaren über 100 km zu bewätigen und einige Steigungen, doch die Reise lohnt es vielfach: landschaftlich, kulturell-historisch, sportlich und nicht zuletzt ethnologisch. Nichts ist interessanter, als die Beobachtung von Gewohnheiten benachbarter Menschen. WasserburgDie Fahrt verlief über Wasserburg nach Mühldorf, wo ich zum 2. Mal übernachtete. AltoettingAm nächsten Tag ging es über Altötting (am Tag zuvor war Beckstein dort) nach Burghausen. BurghausenVon dort weiter auf der österreichischen Seite der Salzach über Ach nach Braunau. Besonders schön war der Zusammenfluss von Salzach und Inn auf halber Strecke zwischen Burghausen und Braunau.Zusammenfluss-Inn-Salzach

Freitag, 20. Juli 2007

1. Etappe von Innsbruck nach Braunau mit dem Fahrrad

Inntalautobahn-nach-Wattens 1. Tag von Innsbruck nach Oberaudorf (D), 107 km. Radweg teilweis katastrophal. Vor allem zwischen Hall und Rattenberg ist der Radweg kaum zu finden bzw. immer wieder durch Baustellen und nicht befahrbare Abschnitte durchbrochen. Zum Teil verläuft der Inntalradweg wie hier bei Wattens auch direkt an der Autobahn.

Von Innsbruck nach Braunau

InntalradwegDie nächsten Tage werde ich am Fahrrad verbringen. Ich habe vor, den Inn entlang, von Innsbruck nach Braunau zu fahren. Drei Tage habe ich mir vorgenommen, mit jeweils rund 100 km Fahrtstrecke. Die Fahrt ist rein privater Natur, auch wenn ich vermute, einiges Neues zu sehen. Ich werde versuchen, Bilder von der Reise ins Blog zu spielen. Die ersten schon heute Abend, wenn ich das erste Mal nach Erl Rast mache und mir ein Quartier suchen werde.