Die meisten Trend- und Zukunftsforscher haben ja etwas Langweiliges an sich, weil sie meist den heutigen Zeitgeist in die Zukunft projezieren und so tun, als würde das, was wir heute vermuten, in absehbarer Zeit Allgemeingut werden.
Einen völlig anderen Weg wählte sms (Stefan M. Seydel) bei seinem Auftritt anläßlich der
Tage der Utopie im Vorarlbergerischen Arbogast. Er blickt zurück auf das Heute und zwar aus dem Jahr 2031.
Aus Jahr 2031 rückblickend, erläutert Seydel, dass sich der Kontinent von der Moderne ausgehend in ein Europa als Museum von Großstädten der Moderne, mit peripherer Bevölkerung verwandelt hat. Grund dafür waren - seiner Analyse zur Folge - zunehmende Spannungen und Stress der Moderne, die unwillkürlich viele in Agression und Depression führten. Dabei entwickelte sich aber auch - abseits der Metropolen - ein Leben in gelassenen, peripheren Gesellschaften, die - gerade weil sie soviel schlafen und sprichwörtlich die Geschehnisse der Welt verschlafen - ein geruhsames, zwischenmenschlich erfüllendes Leben führen.
Sein Vortrag mit dem Titel "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Identität, Familie und Gesellschaft im gekrümmten Raum" ist auszugsweise
hier zu hören.
Wer mehr von diesem interessanten Zeitgenossen erfahren will, besuche sein Web-Projekt:
www.rebell.tv.
Dank einmal mehr an Johannes Rauch, der mich in seinem
Blog auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht hat.