Angemessenes Entgelt
Was ist ein angemessenes Entgelt für eine Funktion im öffentlichen Bereich? In der Privatwirtschaft entscheidet (oft) der Marktwert. Wie schaut dies im öffentlichen Bereich aus? Was dürften RektorInnen verdienen? Die Debatte darüber begann mit der Einführung des UG 2002. Darin wird das Rektorat quasi als Vorstand einer Universität eingerichtet, mit einer/m Vorstandssprecher/in: der/dem Rektorin und weiteren Vorstandsmitgliedern: den Vizerektor/innen. Wie hoch sollen diese entlohnt werden? Die österreichische Neidgenossenschaft hat nie eine vernünftige Debatte darüber aufkommen lassen, sodass die bisherigen Rektorate teilweise dabei geschummelt haben. Da wurden Vizerekor/innen als nebenamtlich deklariert, obwohl es ein Full-time-Job ist. Damit konnten aber die Entgelte verschleidert werden, denn einzig die Funktionsgebühr dieser Personen ging in die Summe der Rektoratsentgelte ein (sowie das Entgelt des hauptamtlichen Rektors). Das Basisentgelt der Vizerektor/innen wurde den Instituten, aus denen sie stammen, zugeschlagen.
Vor Jahren gab es auch eine Debatte darüber, was Politiker/innen verdienen dürfen. Daraus entstanden ist die so genannte Gehaltspyramide für Politiker/innen. Sie legt fest, wer was verdient und wie die Relationen zwischen den Ämtern und Funktionen aussehen. An der Spitze dieser Gehaltspyramide fungiert der Bundespräsident. Einzelne Rektoren österreichischer Universitäten verdienen aber mehr als der Bundespräsident. Das kann man angemessen finden, wenn mit privatwirtschaftlichen Maßstäben gemessen wird (der Mann/die Frau ist das Wert), hat aber einen schalen Beigeschmack, wenn es um öffentliche Gelder geht. Und aus solchen werden die Universitäten immer noch großteils finanziert. Außerdem ist das innere Gefüge an den Universitäten zuberücksichtigten. Zahlreiche Kolleg/innen verdienen unter 2.000,- €/brutto für 40 Wochenstunde Arbeit. Ist es da vertretbar, dass der Rektor mehr als das 10fache bekommt. Das frühere Rektorat hat eine Debatte darüber vermieden. Über Entgelte spricht man in Österreich nicht (im Gegensatz etwa zur ach so kapitalistischen USA). Von Skandinavien gar nicht zu sprechen. Leistung soll angemessen bezahlt werden. Ein Geheimnis muss aber deshalb darum auch nicht gemacht werden.
Vor Jahren gab es auch eine Debatte darüber, was Politiker/innen verdienen dürfen. Daraus entstanden ist die so genannte Gehaltspyramide für Politiker/innen. Sie legt fest, wer was verdient und wie die Relationen zwischen den Ämtern und Funktionen aussehen. An der Spitze dieser Gehaltspyramide fungiert der Bundespräsident. Einzelne Rektoren österreichischer Universitäten verdienen aber mehr als der Bundespräsident. Das kann man angemessen finden, wenn mit privatwirtschaftlichen Maßstäben gemessen wird (der Mann/die Frau ist das Wert), hat aber einen schalen Beigeschmack, wenn es um öffentliche Gelder geht. Und aus solchen werden die Universitäten immer noch großteils finanziert. Außerdem ist das innere Gefüge an den Universitäten zuberücksichtigten. Zahlreiche Kolleg/innen verdienen unter 2.000,- €/brutto für 40 Wochenstunde Arbeit. Ist es da vertretbar, dass der Rektor mehr als das 10fache bekommt. Das frühere Rektorat hat eine Debatte darüber vermieden. Über Entgelte spricht man in Österreich nicht (im Gegensatz etwa zur ach so kapitalistischen USA). Von Skandinavien gar nicht zu sprechen. Leistung soll angemessen bezahlt werden. Ein Geheimnis muss aber deshalb darum auch nicht gemacht werden.
wome - Sa, 6. Okt, 11:46







