Sonntag, 22. November 2009

Grüner Zukunftskongress

An die 500 Personen trafen sich heute im Colosseum in Wien-Floridsdorf zum Grünen Zukunftskongress. Vormittags standen einleitende Referate, dann ein Worldcafé und am Nachmittag Arbeitsgruppen auf dem Programm. Das Worldcafé war spannend, auch wenn es etwas mühsam ist, wenn sich "Gäste" zum Tisch gesellen, die alle vorher gefassten Regeln umwerfen. (Basis-)Grüne Befindlichkeitsarbeit scheint angesagt zu sein. Was mich etwas erschreckt hat, ist, dass manche eigentlich alles zu wissen glauben, aber offensichtlich kaum etwas außerhalb ihres Grätzls zu kennen scheinen. Das macht einen Austausch mühsam und die Ergebnisse flach und plakativ. Dazwischen und daneben schwirren Grüne MandatarInnen und Funktionäre herum, die einen auf wichtig machen, denen jedoch die Unsicherheit aus den Augen sticht. Was wird das werden, wohin führt uns das? Meine Wortspende an das Filmteam, das die Veranstaltung begleitet hat, lautete dann auch provokant: Die Grüne Zukunft ist offen und wird heute mitentschieden. Ob das für meine nächste Stimme reicht, vermag ich heute noch nicht zu sagen. Den Nachmittag hab ich mir dann nicht mehr gegeben.

Dienstag, 17. November 2009

Solidarität

115 Mitarbeiter/innen der Universität Innsbruck haben sich mit den Forderungen der Studierenden solidarisch erklärt. Das ist ihr gutes Recht. Gutes Recht ist es aber auch, sich die Forderungen dieser Solidarität anzusehen. Da wird mehr Geld für die Bildung gefordert. D'accord! Die notorische Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten ist bekannt. Allerdings sollte genauer spezifiziert werden, wofür das mehr Geld an den Universitäten dient. Es wird die Verschulung und Vermarktung der Studien angeprangert. Da werde ich schon hellhörig. Die Gestaltung der Curricula liegt in der Autonomie von Curriculumskommissionen. Zahlreiche UnterzeichnerInnen sind dort Mitglied, bzw. sitzen im Senat. Warum haben sie die Verschulung der Curricula nicht verhindert, dieser entgegengearbeitet? Was hat sie daran gehindert? Weiters werden die unklaren Leistungskriterien bemängelt, ohne genau zu sagen, was damit gemeint ist? Welche Leistungskriterien? Die der Studierenden? Die für die WissenschaftlerInnen? Das Überhandnehmen prekärer Beschäftigungsverhältnisse wird beklagt. Das unterschreiben beamtete WissenschaftlicherInnen, die sicher nicht im Prekariat leben. Das unterschreiben Postdocs, die über 3000,- Euro brutto im Monat verdienen. Das unterschreiben Personen, die eine Promotionsstelle innehaben, das heißt, sie können auf bezahlter Basis promovieren. Das unterschreiben Personen, die bereits eine Dauerstelle innehaben. Die UnterzeichnerInnen werden doch nicht davon ausgehen, dass alle wissenschaftlichen Stellen an der Universität Dauerstellen sein können. Das vielbeschworene Prekariat an den Universitäten gibt es tatsächlich. Es ist klar zu benennen. Eine Ausweitung auf alle befristeten Arbeitsverhältnisse ist nicht sinnvoll und entwertet diese Debatte. Karriereperspektiven mögen tatsächlich lange Zeit an den Universitäten unklar gewesen sein, mit dem Kollektivertrag ist aber ein klarer Rahmen gesetzt, in dem wieder Karrieren möglich sind. Das kann aber nicht heißen, dass jede Person für sich eine solche Karrierestelle beanspruchen kann. In den nächsten Jahren werden an der Universität Innsbruck an die 100 solcher Karrierestellen geschaffen. Hier von unklaren beruflichen Perspektiven zu sprechen, ist demagogisch und geht an den Tatsachen vorbei.
Zum Abschluss wir eine europaweite Bildungsdebatte gefordert. Ich hoffe, sie basiert auf Fakten und klaren Analysen und nicht bloß auf Behauptungen und Unterstellungen.

Sonntag, 15. November 2009

Alles beim Alten?

Die Wiener Grünen haben heute ihre Landesliste erstellt. Ein spannendes Verfahren, das von unrühmlichem Vorgeplänkel begleitet war (Vorwahlen per Internet wurden von manchen nicht goutiert). Auch wenn die Veranstaltung sehr demokrtisch gewesen ist, das Ergebnis ist ernüchternd. Gerade mal eine neue Person schaffte es auf einen der vorderen Listenplätze, das Durchschnittsalter der Platzierten liegt bei über 40 Jahren, es obsiegten großteils die Kaderpersonen, einzig die Geschlechterparität wurde eingehalten. Schon interessant, dass sich männliche Eisenbeißer wieder so leicht durchsetzen konnten, während sich Fundi-Frauen offenbar wesentlich schwerer taten. Junge, unkonventionelle und erfrischende Personen wurden auf die hinteren Plätze gereiht und können sich damit erst einmal bewähren und vermutlich auch abschleifen. So kommen die Grünen nicht weiter.

Donnerstag, 12. November 2009

Nachtrag

Heute ein grundvernünftiger Beitrag im Falter, sogar online hier. Und der Club 2 war auch gut. Das wäre ein Basis zum weitermachen. Sogleich und nicht erst am 25.11.2009.

Montag, 9. November 2009

Mieze Medusa in der besetzten Sowi-Aula am 7.11.2009

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